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Die Beteiligungsgesellschaft

 

Beim Wachsen helfen – Die Beteiligungsgesellschaft

Wer einen Samen pflanzt, geht in Vorleistung – mit Wasser, Dünger und Geduld. Bei Startups ist das ähnlich. Selbst die besten Ideen brauchen Starthilfe, um sich zu etwas Großem entwickeln zu können. Deshalb bekommen vielversprechende Startups im Förderprogramm des Accelerators Seedhouse einen passenden Raum, individuelle Beratung, organisatorische Unterstützung und etwas Startkapital.

All das kostet natürlich Geld. Deshalb hat sich eine Beteiligungsgesellschaft gegründet. Darin vereinen sich Unternehmen aus der Region, um zu gleichen Teilen in die zarten Startup-Pflänzchen zu investieren und sie auch ideell zu unterstützen. Unsere Region lebte schon immer vom Mut, dem Gründungsgeist und der Fairness seiner Unternehmer. Es verwundert daher nicht, dass bereits eine große Zahl von Gesellschaftern zusammengekommen ist. Aber: Noch ist Platz für viele weitere. Und: Wer sich beteiligt, profitiert.

 

Wie ist die Beteiligungsgesellschaft organisiert?

Zunächst einmal eine kurze Erklärung: Es gibt eine Seedhouse Beteiligungs GmbH sowie eine Seedhouse Beteiligung GbR. Unternehmen werden genau genommen Gesellschafter der GbR. Die GbR ist der einzige Gesellschafter der GmbH, die im Zentrum der Beteiligungsgesellschaft steht. Sie ist der eigentliche Akteur. Die GbR ist als nötiges Vehikel lediglich dazu gedacht, dass neue Gesellschafter jederzeit problemlos hinzukommen können. Bei einer GmbH wäre dies nur mit einem hohen verwaltungstechnischen Aufwand möglich.

Für die GmbH wird eine Geschäftsführung bestellt, die durch einen Beirat überwacht und unterstützt wird. Unternehmen zahlen derzeit 50.000 Euro für den Eintritt in die Beteiligungsgesellschaft. Neue Gesellschafter können auf Beschluss der Gesellschafterversammlung aufgenommen werden. Die Versammlung findet zu Beginn eines jeden Kalenderjahres statt. Die Entscheidungen werden je nach Thema mit einfacher Mehrheit oder einer Mehrheit von 75% geschlossen.

Was sind die Aufgaben der Beteiligungsgesellschaft?

Die Beteiligungsgesellschaft hat 5 Hauptaufgaben:

  1. Sie finanziert das Seedhouse mit einer fixen Summe von 400.000 Euro. Damit werden beispielsweise die Mitarbeiter und Gebäude des Projekts bezahlt.
  2. Sie unterstützt die Startups, indem sie Anteile von ihnen erwirbt – bis zu 24,9 %.
  3. Sie entsendet bis zu 5 Gesellschafter in den Beirat des Seedhouse. Dabei handelt es sich um ein Beratungsgremium zur Durchführung und Organisation des Projekts. Der Beirat entscheidet mit, welche Startups in das Förderprogramm des Seedhouse aufgenommen werden.
  4. Sie stellt 5 natürliche Personen aus dem Kreis der Gesellschafter für ihren eigenen Beirat. Der Beirat der Seedhouse Beteiligungs GmbH überwacht und unterstützt die Arbeit der Geschäftsführung.
  5. Sie unterstützt die Startups durch Mentorentätigkeiten der beteiligten Unternehmen.

Was sind die Voraussetzungen für potenzielle Gesellschafter?

Für Unternehmen gibt es 5 Kriterien, um in die Beteiligungsgesellschaft aufgenommen zu werden. Werden mindestens 3 von ihnen erfüllt, muss nur noch die Gesellschafterversammlung ihren Daumen heben:

  1. Das Unternehmen liegt im Radius von 100 km zum Sitz der Beteiligungsgesellschaft.
  2. Das Unternehmen gehört dem Food- oder Agrarbereich an.
  3. Das Unternehmen ist bereit, eine Mentorentätigkeit für die Startups zu übernehmen.
  4. Das Unternehmen ist eine Kapitalgesellschaft.
  5. Das Unternehmen ist bereit, im Beirat mitzuwirken.

Was geschieht mit den Anteilen?

Ist ein Gesellschafter stark an einem Startup interessiert, kann er auch direkt in dieses investieren. Dazu kauft er der Beteiligungsgesellschaft die Anteile am jeweiligen Startup ab. Zunächst unterbreitet der Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft ein Übernahmeangebot. Der Mindestkaufpreis entspricht der Summe der geleisteten Einlagen multipliziert mit dem Faktor 3. Nun können alle anderen Gesellschafter „nachlegen“. Das höchste Angebot „gewinnt“.

Die Gründer selbst haben die Möglichkeit, ihre Anteile von der Beteiligungsgesellschaft zurückzukaufen. Der Kaufpreis entspricht der Summe der geleisteten Einlagen multipliziert mit dem Faktor 5.

In beiden Fällen kann eine sogenannte Kaufpreisbesserungsklausel in Kraft treten. Sie führt dazu, dass die Kosten für die Anteile sich erhöhen, wenn das Startup im Fall der Weiterveräußerung einen höheren Preis erzielt.

 

Erste Früchte ernten – Die Vorteile für Gesellschafter

Unternehmen der Beteiligungsgesellschaft tun mit ihrer Unterstützung nicht nur ein gutes Werk. Sie profitieren auch selbst – auf vielfältige Weise und bereits in der Wachstumsphase der Startups:

  • Sie können der Gesellschaft die Anteile an einem Startup abkaufen, wenn sie direkt in dieses investieren möchten.
  • Sie lernen die Startups früh kennen und können bewerten, ob sich eine direkte Beteiligung für ihr Unternehmen lohnt.
  • Sie fördern durch ihre Mentorentätigkeit die Innovation im eigenen Unternehmen.
  • Sie können Masterclass-Netzwerke zu anderen Unternehmen, der Hochschule und der Szene der Region aufbauen
  • Sie lernen neue Arbeitstechniken und -methoden im realen Praxisumfeld kennen.
  • Sie haben Zugang zu interessanten Persönlichkeiten und können bestenfalls Fachkräfte rekrutieren.
  • Sie stärken ihre Region und den Aufbau einer selbstbestimmten Startup-Kultur vor Ort.
 

Fruchtbaren Boden schaffen – Vorteile für die Region

Die Startup-Szene in Osnabrück ist einzigartig. Mit dem Accelerator Seedhouse wird ein nachhaltiges, vielfältiges und faires Modell entwickelt, dass regionale Wirtschaft und vielversprechende Startups miteinander verknüpft. Darüber hinaus sorgen die Unternehmen der Beteiligungsgesellschaft mit ihrer Unterstützung dafür, dass ihre Region gestärkt wird. Das kommt ihnen letzten Endes natürlich selbst zu Gute.

Mit Hilfe der Beteiligungsgesellschaft wird der Standort rund um Osnabrück besonders interessant für Startups. Auf diese Weise kommen viele Ideen, besonders aus den Bereichen Food und Agrartechnik, in die Region und stärken sie nachhaltig. Außerdem steigt durch die lebendige Startup-Szene die Attraktivität der ganzen Umgebung – auch für Fachkräfte, die hier dringend gebraucht werden.

 

 

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